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Jahreshauptversammlung vom 15.03.2019: "Auch im vergangenen Jahr, so Wehrführer Bernd Seelgen in seinem Jahresbericht, war wieder für die Feuerwehr Königshofen die benachbarte Autobahn, bei insgesamt 31 Einsätzen, der häufigste Einsatzort. An insgesamt 28 Übungsabenden wurde der Umgang mit den verschiedensten Einsatzmitteln geprobt, sodass man sich bei solchen teils schwierigen Einsätzen ohne Einschränkungen aufeinander verlassen könne, fügte Bernd Seelgen hinzu. Der Ausbildungsstand sei durch 28 Lehrgänge  auf Kreis- und Landesebene kontinuierlich verbessert worden. Die Einsatzabteilung der heimischen Wehr verfügt derzeit über 37 Einsatzkräfte, die durchweg alle den Grundlehrgang absolviert hätten, konnte der Wehrführer in seinem Rückblick stolz anmerken. Wobei neben Brandschutz und technischer Hilfeleistung ja noch freiwillig geleistete Stunden, wie Sicherung der örtlichen Umzüge, das Weihnachtsbaumschmücken, Unterstützung bei der Sauberen Flur und die Ehrenwache am Volkstrauertag hinzukämen.

Bild: In Erinnerung und Anerkennung übereichte Lothar Metternich ein historisches Foto von frühen Feuerwehrtagen an Wehrführer Bernd Seelgen 

 

Ein besonderer Höhepunkt war wohl die, im die November des letzten Jahres,  erfolgte - mit an 14 Tagen ausgebildete Maschinisten und Mannschaften - Inbetriebnahme des neuen Löschfahrzeugs LF10. Das seinen Vorgänger nach immerhin 32 Jahren mit rund 1000 Einsätzen in sorgfältiger Pflege und Wartung ablöste. Eigentlich, so erinnerte Bernd Seelgen, seien ja nur 25 Jahre Dienstgebrauch gesetzlich vorgesehen, aber die Haushaltslage ließ wohl keine frühere Ersatzbeschaffung zu. Immerhin, so bedankte er sich bei seinem Feuerwehrverein, habe dieser mit einem Zuschuss von 11.000 Euro zur technischen Ausgestaltung des LF10 geholfen. Zudem mit einem finanziellen Zuschuss für neue Soft-Shell-Jacken, beim Bowlingabend und bei der Abschlussübung mit rund 4.000 Euro zur Sicherheit der Einsatzabteilung beigetragen. Ohne die engagierte Unterstützung, so dankte Bernd Seelgen zum Abschluss, vom Verein, den Übungsleitern, vom Gerätewart, der Jugend- und Kinderwehr, der Gemeinde mit Bürgermeister Joachim Reimann und dem Gemeindebrandinspektor (GBI) Matthias Dörr sowie seinem Vertreter Stefan Kompauer hätten diese Ziele nicht erreicht werden können.

In der Feuerwehrjugend, berichtete Marion Kilb, sind derzeit 3 Mädels und 6 Jungs. Feste Termine sind jedes Jahr die Weihnachtsbaumaktion und Sammelwoche. Leider kam ein Zeltlager nicht zustande, aber Ausflüge in den Holiday Park, in das Miramar und zum Rettungshubschrauber nach Mainz haben viel Freude gemacht. Den Wanderpokal mit dem 1. Platz hat die Jugend beim Gemeindewettbewerb in Oberseelbach entgegen nehmen können. Beim angenommen Traktorbrand in Niederseelbach habe der Nachwuchs sein feuerwehrtechnisches Können unter Beweis gestellt. Beim Kerbeumzug und dem Laternenumzug zu St. Martin waren die Jugendlichen dabei. Die Leistungsspange wurde Reik Ockenfels und Timo Stauf im September in Hahn verliehen. Zum Weihnachtsmarkt wurden über 100 Plätzchen von Ella, Justus, Max, Tim und Silke gebacken - einige auch selbst vernascht, schmunzelte Marion Kilb. Das Jahr beendete ein schöner Bowlingabend in Idstein. Sie bedankte sich bei allen, die die Jugend so wirkungsvoll unterstützt haben.

Die 9 Feuerdelphine von Patricia Aumann hatten im letzen Jahr 17 Treffen und Übungen, bei denen sie viel Spaß hatten, aber auch viel gelernt hätten. Ohne Sach- und Geldspenden sei das traditionelle Weihnachtsmärchen, das auch dieses Jahr wieder aufgeführt wird, nicht möglich, bedankte sie sich für die so wirkungsvolle Unterstützung.

Der 1. Beigeordnete, Dr. Norbert Beltz, dankte im Namen der Gemeinde und erwähnte, wie unersetzlich und wertvoll die Präsenz und Hilfe der örtlichen Wehr sei. Die Gemeinde würde engagiert da unterstützen, wo sie es könne. Dank guter Pflege, freute sich GBI Matthias Dörr, wurde der alte LF16 mit einem ordentlichen Erlös verkauft. Die Leistungsfähigkeit der Wehr könne man an dem Punktesystem ablesen, in dem rund 70% der Kameraden/Innen „ganz vorne“ mit dabei sind. Das treffe auch auf den Atemschutz und die belegten Plätze bei der Aus- und Fortbildung zu. Beispielgebend sind die Übergänge von der Jugendwehr in die Einsatzabteilung, anerkannte der GBI und meinte „weiter so“!

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Lothar Metternich, wie auch Ortsvorsteher Martin Groß für den Ortsbeirat, lobten das ehrenamtliche Engagement - unentgeltlich 24 Stunden an 7 Tagen - für die Bürgerschaft und dankten den Feuerwehrkameraden/Innen für ihren Dienst am Nächsten. Ein Foto des fast vergessenen LF8 mit seiner damaligen Mannschaft erinnerte an die Historie der Wehr. Zur Frage des neuen Feuerwehrhauses sei, so schließlich der Wehrführer, ein Ing. Büro beauftragt, die vorgeschlagenen Standorte zu prüfen." 

Berichterstattung im Niedernhausener Anzeiger vom 22.03.2019 (Breuerpresse, Eberhard Heyne)